Fahrradschloss Test

1. Platz

Sieger: sehr hoher Diebstahlschutz

ABUS – Bordo Granit 6400/85cm

ABUS – Bordo Granit 6400/85cm
€79.70

2. Platz

Sieger: mittlerer Diebstahlschutz

ABUS Panzerkabelschloss Ivera

ABUS Panzerkabelschloss Ivera
€33.80

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Ansehen

ABUS – Bordo Granit 6400/85cm

Sicherheitslevel: Level 15 Diebstahlschutz: sehr hoch Material: 5,5 mm starker, gehärteter Spezialstahl Länge: 85 cm Gewicht ca. 1600 Gramm Besonderheiten: Spezialnieten an Gelenken Transporttasche: inklusive  View more

3 Reviews

ABUS Panzerkabelschloss Ivera

Mittlerer Diebstahlschutz: sehr gut Material: 22 mm starker Stahl Länge: 85 cm Besonderheiten: sehr kälteresistent Gewicht: ca. 700 Gramm IVY-Kunstfaserummantelung: ja Herstellung: Made in Germany  View more

2 Reviews

Kettenschloss Zahlenschloss

Material: 5,5 mm Stahl Kombinationsmöglichkeiten: 100 000 Länge: 90 cm Gewicht: 700 Gramm Textilschlauch: ja Besonderheiten: wirkt sehr massiv  View more

409 Reviews

Fahrradschloss Test 2015: So sorgen Sie für optimale Fahrradsicherheit

 

Rund 1000 Bikes werden jeden Tag gestohlen – und da bei weitem nicht jeder Diebstahl gemeldet wird, ist die Dunkelziffer noch wesentlich höher. Jedem dritten Radfahrer wurde mindestens schon einmal ein Rad gestohlen. Daher haben wir die wichtigsten Informationen zusammengestellt, wie Sie Ihr Eigentum am besten vor Diebstahl schützen können.

 

1. Allgemeine Tipps für mehr Fahrradsicherheit


Noch bevor Sie sich mit dem Thema Fahrradschlösser, Sicherheitsstufen und Versicherungsfragen auseinandersetzen, sollten Sie sich einige wichtige allgemeine Hinweise zu Herzen nehmen, wie Sie Ihr Fahrrad gegen Diebstahl schützen können. Hier haben wir einige wichtige Tipps für Sie zusammengestellt, die Sie bei jeder Fahrradtour beachten sollten.

 

Der Abstellplatz

 

Wer sich für einen Moment in die Gedankengänge eines Fahrraddiebes hineinversetzt, der stellt fest, dass Diebe für ihre Taten Ruhe brauchen. Daher wählen sie vorrangig Abstellplätze, auf denen sie zumindest für einen kurzen Moment in Ruhe ‚arbeiten‘ können. Kaum etwas dürfte auffälliger sein als jemand, der sich mit einem Bolzenschneider an einem Mountainbike zu schaffen macht.

Für das Abstellen Ihres Rades wählen Sie Plätze, die auch in der Nacht noch belebt und gut besucht sind. Plätze in Innenstädten, Fahrradständer vor gut besuchten Bars und Cafés oder Fußgängerzonen. Wichtig ist es auch, dass diese voll beleuchtet sind, damit Diebe sich beobachtet fühlen und gar nicht erst versuchen, das Rad zu stehlen. Idealerweise versuchen Sie immer, geschlossene Räume zu finden.

 

 Nur mal kurz zum Becker

 

Auch wenn Sie nur mal eben kurz zum Bäcker wollen, schließen Sie Ihr Rad trotzdem an. Diebe können auch am frühen Sonntagmorgen unterwegs sein, wenn Fahrradbesitzer sich in Sicherheit wiegen. Gelegenheit macht Diebe. So schätzt man, dass etwa 30% aller Fahrraddiebstähle nicht geplant waren.

 

Feste Gegenstände

 

Das Rad sollten nicht nur an sich selbst mit einem Schloss gesichert werden. Vor allem leichte Räder wie Mountainbikes können mal eben geschultert und dorthin gebracht werden, wo Diebe sich in Ruhe die Zeit nehmen können, um das Schloss zu knacken. Sichern Sie Ihr Rad daher immer an einem feststehenden Zaun, einem Laternenpfahl oder dafür vorgesehenen Fahrradstellplätzen.

 

Qualität

 

Wenn Sie wenig Geld in ein schlechtes Schloss investieren, verlieren Sie gleich doppelt. Und zwar Ihr Rad und auch das Geld für das schnell zu knackende Schloss. Daher sollten Sie beim Kauf eines guten Schlosses nicht sparen. Fahrradschlösser mit einem erkennbar hohen Sicherheitslevel wirken ohnehin schon abschreckend auf Diebe. Je größer der Wert des Rades, desto mehr Geld sollten Sie auch in dessen Sicherheit investieren.

 

Fahrradcluster bilden

 

Insbesondere dann, wenn Sie Ihr Rad in abgeschlossenen Räumen unterbringen wollen, gibt es oftmals keine festen Gegenstände, an denen sie es anschließen können. Eine gute Sicherungsmöglichkeit – sollte der Kellerraum doch einmal aufgebrochen werden – ist es, mehrere Räder aneinander zu schließen. Vaters-, Mutters- und das Rad des großen Bruders zusammengekettet, bieten schon einen hohen Schutz vor Dieben. Denn wer schultert schon mehrere Räder auf einmal.

 

 

2. Prävention: Das können Sie tun, um einen Diebstahl zu verhindern


Diebe sind nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, ein Schloss zu knacken. Sie nutzen dafür schweres Gerät wie Bolzenschneider, Zangen oder Sägen. Das Risiko, dass auch Ihr persönliches Rad gestohlen wird, ist stark von Ihrem Wohnort abhängig. Im Jahr 2013 wurden beispielsweise in Relation zu den Einwohnern in Bremen die meisten Fahrräder gestohlen; im Saarland dagegen die wenigsten. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass nicht alle Diebstähle gemeldet werden, wodurch noch eine hohe Dunkelziffer besteht.

Es gibt im Grund drei Präventionsmaßnahmen, die Sie ergreifen können, um nicht plötzlich vor einem leeren Fahrradständer zu stehen.

 

Präventionsmaßnahme Fahrradschloss

 

Es ist wichtig, nicht einfach in einem Onlineshop das erstbeste und preisgünstigste Modell auf der Startseite in den Warenkorb zu legen und es zu kaufen, sondern sich vorher über Modelle und Hersteller zu informieren. Es gibt nämlich nicht pauschal das beste Produkt sondern nur ein passendes für die eigenen Lebensgewohnheiten.

 

Präventionsmaßnahme Richtiges Anschließen

 

Im öffentlichen Bereich existieren verschiedene Orte, die extra für das Abstellen von Fahrrädern geschaffen wurden. Je nachdem, welches davon Sie bevorzugt nutzen, sollten Sie auch das dazu passende Schoss wählen. Wichtig dabei: Sie sollten es immer mit einem festen Gegenstand verbinden. Andernfalls machen es sich Diebe leicht, schultern das Rad und nehmen sich dann in den eigenen vier Wänden alle Zeit der Welt, es aufzubrechen.

+ Bügel Ständer

Der Bügel Ständer ist die am weitesten verbreitete Abstellanlage. Das Rad wird hier mit dem gesamten Vorderrad abgestellt. Sie können das Rad sowohl mit einem flexiblen als auch einem festen Schloss sichern.

+ Rahmenhalter für das Vorderrad

Hier wird das Vorderrad leicht erhöht eingestellt. Diese Abstellmöglichkeit ist sehr gut geeignet, um das gesamte Rad sehr gut zu sichern.

+ Felgenhalter

Der Felgenhalter ist eine kleine Stolperfallen für Fußgänger. Hier wird nur ein Teil des Vorderrades eingeschoben. Für einige Schlösser ist dies jedoch ungeeignet, da sich der Fahrradständer aufgrund seiner geringen Größe nicht mit dem Rahmen des Rades verbinden lässt.

+ Radboxen

Radboxen sind nicht überall zu finden, aber sehr sicher zum Abstellen des Fahrrades. Radfahrer können ihr Bike hier nicht nur für den kurzen Bummel durch die Fußgängerzone sondern auch langfristig abstellen, beispielsweise für die Zeit ihres Urlaubs. Auch wenn Sie keinen eigenen Keller besitzen oder dieser nicht einbruchsicher ist, eignen sich Radboxen hervorragend für eine sichere Unterbringung. Leider sind diese nur in großen Städten in der Nähe von Bahnhöfen zu finden.

Wenn von diesen speziellen Anlagen gerade keines in Ihrer Nähe ist, sollten Sie genau abwägen, wo Sie Ihr Fahrrad abstellen. Denn nicht an jedem Zaun oder an jedem Laternenpfahl dürfen Sie Ihr Bike ungestraft anschließen. Tun Sie es doch, kann es nicht nur Strafen hageln, sondern sich auch die Versicherung querstellen.

Prävention: Schutz vor Korrosion und Abnutzung

Eine oft unterschätzte Gefahr für Fahrradschlösser ist der Sicherheitsverlust durch Schmutz, Rost und Korrosion. Schlösser werden dadurch instabil und sind entsprechend leichter zu knacken. Daher sollten Sie das Schloss möglichst vor Regen schützen und es regelmäßig säubern.

Und wenn das Fahrrad doch einmal gestohlen wurde? Die Alternative zum Schloss

Ebenso wie auch ein Schiff niemals unsinkbar sein kann, gibt es auch nicht das eine, einruchsichere Schloss auf dem Markt. Sie können sich mit einem hochwertigen Schloss zwar bestmöglich absichern, können aber leider niemals zu 100% sicher sein, dass Ihr Fahrrad auch am nächsten Tag noch dort steht, wo Sie es abgestellt haben.

 

GPS Tracker

 

Daher lohnt es sich darüber nachzudenken, einen sogenannten GPS-Tracker am Fahrrad anzubringen. Dabei handelt es sich um eine nachträgliche Sicherungsmaßnahme im Falle eines Diebstahls. Denn auch wenn Sie diesen sofort der Polizei melden, liegt die Aufklärungsrate für Fahrraddiebstähle aktuell lediglich bei 10%.

Per GPS Tracker können Sie jederzeit verfolgen, wo sich Ihr Bike befindet. Mittlerweile gibt es Systeme auf dem Markt, die vollkommen unauffällig sind und daher auch von Dieben nicht bemerkt werden. Vergleichbar mit einer Handy-Ortung wird dieser Tracker am Bike installiert und kann jederzeit abgerufen werden. So können Sie nach einem Diebstahl die Polizei informieren und auf bis zu 5 Metern Genauigkeit angeben, wo sich Ihr Rad gerade befindet.

Zu beachten gilt dabei, dass nicht jedes Sicherheitssystem gleich gut funktioniert. Einige GPS Tracker bestimmen den Standort nur sehr ungenau oder haben eine so geringe Akkulaufzeit, dass die Batterie im Ernstfall versagt. Andere Systeme wiederum sind groß und fallen Dieben sofort ins Auge, die den Tracker dann einfach abmontieren.

Ein genereller Nachteil von GPS Trackern ist deren Netzgebundenheit. Damit Signale gesendet und empfangen werden können, muss sich das System in ein Handynetz einwählen können. Befindet sich das Rad also beispielsweise in einem Keller oder anderen Standorten mit schlechtem Empfang, dann werden Sie den Standort Ihres geklauten Bikes nicht ermitteln können.

 

EIN Codierung

 

Eine weitere Möglichkeit für einen zusätzlichen Fahrradschutz ist die EIN-Codierung. Diese schützt zwar nicht vor einem Diebstahl, aber erhöht die Chance, es im Ernstfall wiederzubekommen. Ein solcher Code setzt sich aus den persönlichen Daten wie dem eigenen Namen und der Anschrift des Fahrradbesitzers zusammen und wird bei der Polizei registriert.

 

3. Übersicht über Modelle und Hersteller


 

 Bei der Auswahl der passenden Fahrradsicherung stehen Sie sich einer großen Auswahl an Modellen und Herstellern gegenüber. Wir wollen Ihnen daher hier einen ersten Überblick geben, um einen sicheren Weg durch das Labyrinth der Angebote zu finden.

 

3.1 Welche Modelle sind aktuell auf dem Markt

 

Kabelschloss Das Kabelschloss ist der Klassiker unter den Fahrradschlössern. Es ist flexibler als beispielsweise Bügelschlösser, aber auch weniger sicher. Diese Modelle sind daher nur für eine kurze Sicherung des Bikes geeignet, wenn Sie in der Nähe bleiben.
Panzerkette Mit einer Panzerkette können Sie Ihr Fahrrad gut vor professionellen Dieben schützen. Diese Fahrradschlösser können mehrere Kilogramm auf die Waage bringen und schrecken Gauner oftmals bereits ab, bevor diese den ersten Diebstahlversuch wagen. Anwender nehmen jedoch oftmals Abstand vom Kauf, weil es zu massiv ist, um es mal eben zu transportieren. Panzerketten sind daher nicht zum Mitnehmen geeignet sondern eher für die Sicherung des Rades zuhause.
Faltschloss Faltschlösser sind noch nicht so lange auf dem Markt wie andere Modelle, bieten jedoch einen hohen Schutz vor Dieben. Sie bestehen aus einzelnen Gelenkgliedern, die miteinander verbunden sind. Das Faltschloss hat ein niedrigeres Gewicht als eine Panzerkette, ist flexibler und sicherer. Daher haben Faltschlösser aber auch einen entsprechend hohen Preis.
Bügelschloss Das Bügelschloss gilt als sehr sicher, ist aber auch schwer und unhandlich. Sie haben hier einen sehr hohen Diebstahlschutz, können Ihr Schloss aber in handelsüblichen Rucksäcken verstauen und überall hin mitnehmen. Oftmals müssen Sie etwas suchen, bis Sie eine geeignete Anschlussstelle gefunden haben.
Mini Kabelschloss Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein sehr kleines Schloss, das in jede Hosen- oder Brusttasche passt. Ideal ist es beispielsweise für alle Sportler, die mit dem Fahrrad zum Fußballplatz fahren und unterwegs keine Aufbewahrungsmöglichkeiten für persönliche Dinge haben. Dank Mini Kabelschloss brauchen Sie keine extra Tasche mitzunehmen und haben dennoch die Fahrradsicherung immer dabei. Das Kabelschloss gehört allerdings nicht zu den sichersten Schlössern, sondern ist vor allem für Situationen geeignet, in denen Sie in der Nähe Ihres Bikes sind und es vor schnellen Dieben schützen wollen.
Laufrad und Flexschutz Dabei handelt es sich um flexible Drahtschlingen, die Sie nicht nur an Fahrrädern sondern beispielsweise auch an Laufrädern oder anderen Geräten festmachen können. Dank ihres geringen Gewichtes kann dieses Sicherheitszubehör überall hin mitgenommen werden. Es sollte aber nicht als eigenständiges sondern nur als zusätzliches Fahrradschloss verwendet werden.
Rahmenschlösser Diese Fahrradschlösser werden fest mit dem Rahmen verbunden, brauchen daher nicht gesondert transportiert werden und können auch nicht verlorengehen. Beim versuchten Fahrraddiebstahl blockieren die Speichen des Hinterrades. Der Nachteil: Ihr Rad ist nicht wirklich sicher, denn Diebe können damit zwar nicht wegfahren, aber sie können es sich einfach unter den Arm klemmen und weglaufen.
Schlüssel oder Zahlencode Das Ergebnis einer Studie der Stiftung Warentest hat ergeben, dass Schlösser mit Schlüssel wesentlich sicherer sind als Schlösser, die mit einem Zahlencode gesichert sind. Im jeweiligen Test ließen sich Zahlenschlösser in der Regel binnen 20 Sekunden knacken. Dabei war es vollkommen unabhängig, wie teuer oder sicher die Schlösser eigentlich sein sollten. Die Angreifbarkeit des Schlosses liegt nicht am Schließsystem selbst, sondern an dem Material. Dieses konnte vergleichsweise leicht mit einem Bolzenschneider oder einer Zange aufgebrochen werden.

 

 

4. Die Hersteller der einzelnen Schlösser


 

Abus

 

Abus ist einer der bekanntesten Hersteller für Fahrradzubehör und Fahrradsicherheit. Er bietet Lösungen für mechanische und elektronische Sicherheit.

Eines der sichersten und modernsten Lösungen ist das Modell Bordo. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Faltschloss, das das Fahrrad mit einem Faltmechanismus sichert. Auf dem Markt wird dieses Schloss als Revolution in Sachen Sicherheit für unterwegs wahrgenommen. Es vereint viele positive Eigenschaften dort, wo sich Kunden bislang für eine dieser Merkmale zu Lasten eines anderen entscheiden müssen. Bordo ist ein sehr leichtes Schloss, das daher gut und flexibel transportiert werden kann und in jede Umhängetasche passt. Passend zum jeweiligen Modell wurde auch eine eigene Tasche entwickelt, damit nichts klappert oder durch den Transport kaputtgehen kann. Außerdem ist Abus Bordo auch in seinen Abmaßen sehr kompakt. Das Schloss gibt es in verschiedenen Modellen, Farben und Schließsystemen. Sie sind allesamt intelligent designed; dabei legten die Designer nicht nur Wert auf absolute Sicherheit sondern auch auf die Optik. Denn warum ein schönes Rad mit einem unästhetischen Schloss abwerten? Auch entsprechende Tests haben diesem Modell absolute Sicherheit durch eine ganz neue Sicherheitstechnik bescheinigt. Ein wichtiger Aspekt ist es auch, dass das Rad durch das Schloss nicht beschädigt wird. Daher sind Abus Schlösser mit einer Zwei-Komponenten Versiegelung versehen, die den Lack vor einer Beschädigung schützen.

Ein weiteres, sehr beliebtes Schloss aus dem Hause Abus ist das Modell Granit. Aus der Serie Granit können Sie sowohl Faltschlösser als auch Bügelschlösser oder Vorhängeschlösser erhalten. Der Name Granit ist dabei Programm, denn es handelt sich um Fahrradschlösser mit einem sehr hohen Sicherheitslevel.

 

Kryptonite

 

Kryptonite Fahrradschlösser bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Der Hersteller führt Modelle in verschiedenen Preiskategorien von sehr günstig bis hochwertig. Ein eher preisgünstiges Modell ist beispielsweise das Evolution 4; ein Bügelschloss das aus Spezialstahl gefertigt ist und als absolut aufbruchsicher gilt. Dieses Schloss ist vom Design so gestaltet, dass es problemlos überall hin mitgenommen werden kann. Dank des Schutzüberzuges aus Vinyl beschädigt das Schloss den Rahmen des Rades nicht. Das Kryptonite ist schon für ein kleines Geld von rund 40 Euro erhältlich.

Ein vergleichsweise preisintensives Modell ist das Kryptonite Kettenschloss New York Chain
für um die 80 Euro. Die einzelnen Glieder bestehen aus Magnan Stahl, wodurch das Schloss die Sicherheitsstufe 10 besitzt. Damit es auch vor der Witterung geschützt ist, ist das Schloss mit einem wetterfesten Nylonüberzug versehen.

 

Trelock

 

Dieser Hersteller hat nicht nur Fahrradcomputer im Sortiment, sondern auch Fahrradschlösser. Der Hersteller gehört zu den ältesten deutschen Marken für Fahrradzubehör. Er ist seit 1854 auf dem Markt und hat entsprechend viel Zeit und Geld in die Weiterentwicklung der eigenen Produkte investiert. Trelock Schlösser gibt es in diversen Varianten sowohl als Bügelschlösser, als auch als Spiralschlösser oder Panzerkabel.

Sie bekommen Trelock Schlösser im mittleren bis oberen Preissegment; können dafür aber auch eine hohe Qualität erwarten. Besonders gern gekauft sind die Faltschlösser von Trelock. Diese sind leicht, kompakt und werden mit einem individuellen Zahlencode gesichert. Der Hersteller bringt auch im Jahr 2015 noch immer wieder neue Modelle auf den Markt, die den aktuellen Anforderungen an die Sicherheit entsprechen.

 

 

5. Versicherungsfragen rund um den Kauf und die Anwendung von Fahrradschlössern


 

5.1 Wie kann ich mein Fahrrad gegen Diebstahl versichern?

 

Es gibt verschiedene Versicherungen, die Ihr Eigentum gegen Diebstahl versichern. Die bekannteste davon ist die

 

Hausratversicherung

 

Diese Versicherung hat ohnehin fast jeder Haushalt. Sie versichert zwar Fahrräder mit, doch mit erheblichen Einschränkungen. Die Hausratversicherung versichert nicht jeden Fall von Diebstahl, sondern nur ausgewählte Szenarien. Sie zahlt nämlich ausschließlich dann, wenn Sie Ihr Fahrrad ohne Ausnahme in der Wohnung oder in einem abschließbaren Kellerraum aufbewahren. Dies ist jedoch häufig nur dann der Fall, wenn Ihr Fahrrad ein reines Sportbike ist, mit dem Sie gezielt trainieren. Üblicherweise unternehmen Sie jedoch mit Ihrem Rad eine Radtour mit kleinen Pausen, fahren damit zur Arbeit oder in der Freizeit in die Stadt, um anschließend zu shoppen. In diesen Fällen müssen sie es auch außerhalb der eigenen vier Wände abstellen – häufig zahlt die Hausratversicherung in diesem Fall nicht. Denn nur wenn das Fahrrad im eigenen Haus steht und dort auch abhanden kommt, gilt es als Hausrat. In diesem Fall bekommen die Bestohlenen den Neuwert erstattet.

 

Erweiterte Hausratversicherung

 

Wenn Ihnen die Hausratversicherung keinen ausreichenden Schutz fürs Fahrrad bietet, können Sie zusätzliche Vereinbarungen unterschreiben. Die meisten davon sind abhängig vom Wert des Rades und dessen Nutzung. Während die Hausratversicherung nur dann aufkommt, wenn das Rad zuhause gestohlen wurde, bieten Zusatzversicherungen Schutz auch unterwegs. Die zusätzliche Absicherung nennt sich Nachzeitklausel. Diese legt genau fest, wie das Fahrrad unterwegs gesichert werden muss; meist mit einem sicheren Schloss an einem festen Gegenstand. Oft sind die Beiträge für diese Nachzeitklauseln sogar nach der Wohngegend und dem damit verbundenen Risiko eines Fahrraddiebstahls verbunden. Neue Versicherungen bieten jedoch bereits bikerfreundlichere Nachzeitklauseln an.

 

Spezialversicherungen

 

Spezialversicherungen lohnen sich vor allem für sehr teure Fahrräder. Hier ist es jedoch wichtig, den richtigen Anbieter zu finden, weil es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten gibt. Sie können Ihr Rad für verschiedene Schadensfälle versichern – nicht nur gegen Diebstahl, sondern beispielsweise auch gegen Witterungsschäden wie Brände oder Blitzschläge, gegen Hochwasser, sowie Verschleiß oder unsachgemäße Handhabung. Spezialversicherungen sind jedoch oftmals sehr teuer – bis zu 20% der Versicherungssumme pro Jahr. Fahrradbesitzer sollten daher genau rechnen, ob sich die Anschaffung auch lohnt.

 

 

5.2 Ab wann lohnt sich eine Versicherung fürs Fahrrad?

 

Sie haben sich bei eBay für kleines Geld ein Uralt-Bike ersteigert, das Sie größtenteils im eigenen Keller stehen lassen und höchstens einmal jährlich hervorholen? Dann werden Sie kaum auf die Idee kommen, eine eigene Versicherung für Ihr Eigentum abzuschließen. Doch ab welchem Warenwert lohnt sich ein solcher Schutz? Dies hängt von zwei Faktoren ab:

 

1. Wie teuer ist das Rad

 

Wenn Sie nicht das Rad aus dem Angebot im Supermarkt gekauft, sondern mehrere hundert Euro in den Kauf eines guten Bikes investiert haben, lohnt sich bereits eine zusätzliche Versicherung. Denn ohne die passende Versicherung ist das Rad weg, Sie müssen wieder Geld für den Neukauf in die Hand nehmen und erhalten keine Entschädigung. Eine zusätzliche Versicherung lohnt sich schon ab einem Neuwert von etwa 500 Euro.

 

2. Wie nutzen Sie Ihr Rad

 

Diese Frage ist besonders wichtig, da sie darüber entscheidet, ob Sie zusätzlich zur Hausrat noch eine weitere Versicherung benötigen. Die meisten Radler nutzen Ihr Fahrrad für alltägliche Erledigungen; für die Fahrt zur Arbeit, für kleine Besorgungen im Supermarkt oder um das Kind aus der Schule abzuholen. In diesen Fällen müssen Sie Ihr Rad auch in der Öffentlichkeit abstellen. Wird es auf der Straße irgendwo gestohlen, zahlt die klassische Hausratversicherung in der Regel nicht und es lohnt sich der Abschluss einer Spezialversicherung.

 

Die 3-Minuten-Regel

 

Fahrraddiebe gehen in Bezug auf die Zeit, die sie sich nehmen, um ein Schloss zu knacken immer ähnlich vor. In aller Regel versuchen es zumindest Laien mit Werkzeugen aus dem Baumarkt einfach aufzubrechen. Gelingt dies nicht innerhalb von maximal drei Minuten, lassen die Diebe in der Regel von ihrem Vorhaben ab.

 

Wichtiges Zubehör für Ihre Fahrradschlösser

 

Damit das Schloss an Ihrem Fahrrad auch tatsächlich den bestmöglichen Diebstahlschutz bietet, sollten Sie vor allem im Winter mit wichtigem Zubehör ausgerüstet sein. Bei Schnee und Kälte kann ein Schloss schnell vereisen. Eine erste Vorsichtsmaßnahme ist es, das Schloss mit dem Zylinder nach unten anzuschließen, damit nicht noch zusätzlich Wasser in das Schlüsselloch kommen kann. Außerdem sollte es vor allem im Winter immer gut geölt sein, um ein Vereisen frühzeitig zu vermeiden. Ist das Schloss dennoch vereist, sollten Sie auf keinen Fall mit einem Feuerzeug nachhelfen. Dies zerstört die Ummantelung des Schlosses. Bestens ausgestattet sind Sie, wenn Sie in der kalten Jahreszeit immer einen Enteiser für Ihr Schloss in der Tasche haben.

 

 

6. Fahrradschloss Kaufberatung: Der Weg zum passenden Model


 

Sie haben sicher auch schon in anderen Bereichen Ihres Lebens die Erfahrung gemacht: Das teuerste Modell muss nicht automatisch auch das Beste sein. Daher ist der Weg zum teuersten Modell im Regal nicht automatisch auch der richtige. Wir geben Ihnen daher wichtige Tipps für den Kauf eines Fahrradschlosses mit auf den Weg.

 

Woran Sie ein gutes Schloss erkennen

 

Der wichtigste Aspekt bei der Auswahl eines Fahrradschlosses ist natürlich die Sicherheit. Es sollte den obligatorischen 3 Minuten standhalten, die sich Diebe in der Regel maximal Zeit lassen, um ein solches Schloss aufzubrechen. Auf der anderen Seite muss das Schloss jedoch auch alltagstauglich sein. Denn Ihnen nützt kein Schloss, das Sie nicht transportieren können, weil es zu schwer oder zu sperrig ist. Wichtig ist es auch, dass das Schloss das Rad nicht beschädigt, weil es beispielsweise keine Gummierung hat.

 

Siegel und Auszeichnungen

 

Solche Testergebnisse liefern den Käufern eine gute Orientierung, wie sie ihr Geld am besten investieren können. Daher lohnt es sich beim Kauf eines Produktes, nach solchen Auszeichnungen zu schauen. Oftmals ist es schwierig auf den ersten Blick zu erkennen, welche Sicherheitsklasse das jeweilige Schloss hat, denn Hersteller entwickeln meist eigene Skalen, die nicht mit denen anderer Marken vergleichbar sind.

Aufschlussreicher ist daher die Bewertung eines unabhängigen Institutes. Denn oftmals ist es auch eine Versicherungsfrage, wenn Sie eine Versicherung abgeschlossen haben, die zusätzliche Rabatte auf besonders sicherer Schlösser gibt.

 

ADFC Auszeichnung für gute Räder

 

Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. Dieser
bewertet Schlösser nach eigens entwickelten Standards und hat dafür auch ein spezielles Siegel entwickelt. Die einzelnen Fahrradschlösser werden in den jeweiligen Testverfahren sowohl einem Labor- als auch einem Praxistest unterzogen. Bewertet wird unter anderem, wie sicher aber auch wie haltbar das Schloss ist. Nur Artikel, die diese Tests erfolgreich durchlaufen, erhalten auch am Ende das Qualitätssiegel.

 

VdS Gütesiegel

 

Beim VdS handelt es sich um das Siegel einer unabhängigen Institution, die sich auf alle Facetten des Themas Sicherheit spezialisiert hat. Auch die VdS arbeitet mit eigenen Prüfkriterien, die die Themen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Witterungsbeständigkeit und Handhabung bewerten. Besonders geeignete Schlösser werden zusätzlich zur Bewertung mit einem Plus gekennzeichnet.

 

TÜV

 

Der TÜV führt in der Regel jährlich Tests zur Beurteilung der Sicherheit von Fahrradschlössern durch. Das Siegel wird von der TÜV Stelle des jeweiligen Bundeslandes vergeben und gilt weltweit. Hersteller unterziehen sich freiwillig den TÜV Testverfahren.

 

Stiftung Warentest

 

Diese Tests setzen sehr strenge Prüfkriterien an. Auch im Jahr 2015 hat die Stiftung Warentest insgesamt 30 Schlösser auf ihre Tauglichkeit getestet. 180 Sekunden gaben die Tester den Schlössern Zeit, den Aufbruchsversuchen zu widerstehen. Im Test 2015 hat die Stiftung Warentest aufgedeckt, dass die Rechnung teuer = gut nicht gültig ist. 2015 konnte nur ein einziges Modell überzeugen: Das
Abus Bordo Granit X Plus 6500.

 

Sichere Fahrradschlösser: Unsere Testsieger

 

Um es vorweg zu nehmen: Das richtige Fahrradschloss gibt es nicht. Für welches Modell Sie sich entscheiden, hängt ganz individuell davon ab, wie Sie das Rad nutzen, wann Sie es nutzen und ob Sie es beispielsweise unterwegs oder ausschließlich zuhause sichern wollen. Dennoch haben in unserem großen Fahrradschloss Test mehrere Modelle herstellerübegreifend ihre Qualität bewiesen. Wir haben sowohl Kettenschlösser, Faltschlösser bis hin zu Bügelschlössern getestet und drei klare Favoriten herauskristallisiert, für die wir gerne eine Kaufempfehlung aussprechen wollen.

 

Abus uGrip Plus 501

 

Bereits auf den ersten Blick sticht das schicke Design des Abus Schlosses ins Auge. Sie können es sogar in verschiedenen Farben wählen. Auch wenn dies sicher für die meisten Fahrradbesitzer zweitrangig ist, handelt es sich dennoch um ein schönes Detail. Der Bügel ist aus gehärtetem Stahl gefertigt und zum Schutz des Lackes mit einer weichen Kunststoffschicht versehen.

Der Hersteller Abus hat mit der Power Cell Technologie eine bestimmte Technologie entwickelt, um das Schloss vor Schlägen zu schützen. Der Zylinder kann zusätzlich per Hand mit einem Verdeck geschützt werden, das vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Ein weiteres Feature ist der mit LED beleuchtete Schlüssel.

 

Trelock FS 455 – Faltschloss

 

Bei dem Trelock FS 455 handelt es sich um ein sehr sicheres Faltschloss. Für die Herstellung wurde ein spezieller Tredur Stahl verwendet, der zusätzlich mit einem gehärteten äußeren Mantel versehen ist. Der Kern dagegen ist sehr weich. Diese Kombination macht das Schloss resistent gegen den Versuch, es zu durchtrennen oder mit Kältespray mürbe zu machen. Außerdem ist der Zylinder mit einem Aufbohrschutz zusätzlich gesichert. Der Schließmechanismus ist sehr tief im Gehäuse angebracht und dabei für Diebe sehr schlecht zu erreichen. Mit einem Gewicht von 1,1 Kilogramm kann das Schloss auch noch relativ unkompliziert im Rucksack mitgenommen werden, wenn einem das Thema Sicherheit am Herzen liegt. Ein kleiner Nachteil ist die relativ kurze Kabellänge von nur 85cm.

 

Kryptonite – Kryptolok 2

 

Auch dieses Schloss kann innerhalb der magischen 3 Minuten nicht aufgebrochen werden. Der Schließzylinder hält selbst den Aufbruchsversuchen von Profi-Dieben stand. Der Hersteller legt besonderen Wert darauf, dass die Sicherheit dauerhaft erhalten bleibt. So ist beispielsweise vor dem Schließzylinder eine Staubschutzkappe angebracht, die das Eindringen von Schmutz verhindert. Der Vinylüberzug schützt zusätzlich vor Beschädigungen am Lack sowie vor Korrosion. Räder können mit diesem Schloss auch über einen längeren Zeitraum hinweg vor dem Stehlen geschützt werden.